Montag, 21. Mai 2012
Faszie und Stützstrümpfe
Eine Faszie (lat. Fascia) bezeichnet die bindegewebige Umhüllung von Muskeln und Muskelgruppen (Muskellogen). Sie besteht vor allem aus gekreuzt verlaufenden Kollagenfasern und elastischen Netzen, die der Muskulatur die nötige Festigkeit und Elastizität geben.
Zudem gibt die Faszie dem Muskel seine eigentliche Form. Eine wichtige Aufgabe der Faszie ist, die Gleitfähigkeit der Muskeln untereinander zu gewährleisten. An den Enden des Muskels vereinen sich die Faszien häufig zu einer Sehne, mit der der Muskel am Knochen angeheftet ist.
In der manuellen Medizin dienen diese Verbindungen dazu, Zusammenhänge verschiedener, teils weit von einander entfernt liegender Strukturen zu erklären. Es gibt verschiedene Behandlungstechniken, die sich intensiv mit Faszien beschäftigen. Dazu gehören die Osteopathie, die Bindegewebsmassage, das Fasziendistorsionsmodell, Rolfing und als unterstützende Maßnahme auch Stützstrümpfe.
Mittwoch, 11. April 2012
Elastan bei Stützstrümpfen
Elastan (auch Elasthan, im englischen Sprachraum Spandex) ist eine äußerst dehnbare Kunstfaser. Sie ähnelt Gummi, hat aber eine höhere Festigkeit und ist haltbarer. Erfunden wurde sie 1959 beim amerikanischen Chemiekonzern DuPont von Joseph Shivers.
Das bekannteste Warenzeichen für Elastan ist der von DuPont eingeführte Markenname Lycra®. Seitdem DuPont seine Sparte Textiles and Interior in ein Tochterunternehmen ausgliederte, gehören die Markenrechte Invista. Andere Markennamen sind Elaspan (ebenfalls Invista), Dorlastan (Bayer) und Linel (Fillattice).
Elastan hat die Herstellung von leistbaren Kompressionsstrümpfen revulotioniert!
Sonntag, 4. März 2012
Besenreiser
Da Besenreiser ein erster Hinweis für eine Erkrankung des tieferliegenden Venensystems sein können, sollte vor einer Behandlung immer das tieferliegende Venensystem untersucht werden, um eine Erkrankung dieses Venensystems auszuschließen. Die Untersuchung erfolgt mittels Ultraschall und ist für den Patienten vollkommen schmerzlos. Stellt der Arzt eine krankhafte Veränderung des tieferliegenden Venensystems fest, ist dieses entsprechend zu behandeln. Ansonsten ist eine Behandlung ausschließlich der Besenreiser ausreichend.
Man kann Besenreiser und ihre Zuflussgefäße durch Verödung (Sklerosierung) oder mit einem Laser entfernen. Bei der Verödung wird ein 100 % reiner medizinischer Alkohol direkt in die Besenreiser eingespritzt. Der Alkohol verdrängt das Blut und die Besenreiser verschwinden sofort. Der eingespritze Alkohol reizt die Gefäßwände der Besenreiser und regt an, das der behandelte Venenabschnitt innerhalb von 4 bis 6 Wochen verwächst.
Moderne Methoden verwenden anstatt eines flüssigen Alkohols zur Verödung einen sehr feinen Schaum aus Alkohol (Mikroschaumverödung). Dieser Mikroschaum (Wirkstoff: Polidocanol 0,5–2 %) wird mit einer speziellen Kanüle (Schmetterlingskanüle) in den Besenreiser injiziert. Der aufgeschäumte Alkohol hat gegenüber dem flüssigen Alkohol den Vorteil, daß in den zu behandelnden Venen das Blut besser verdrängt wird und ein besserer und längerer Kontakt des Alkohols mit der Venen-Innenwand erreicht wird. Der Mikroschaum wird vom Körper vollkommen abgebaut und als Flüssigkeit ausgeschieden. Im Körper bleibt nichts zurück. Die Behandlung dauert nur etwa 30 Minuten und ist für den Patienten vollkommen schmerzlos. Eine Narkose ist also nicht erforderlich; die Einstichstelle kann auf Wunsch des Patienten örtlich betäubt werden. Da die Behandlung ganz ohne chirurgische Schnitte auskommt, entstehen auch keine Narben und das kosmetische Ergebnis ist hervorragend. Mit dieser Methode können nicht nur kleine Besenreiser behandelt werden, sondern auch Venenknäuel und (kleinere) Krampfadern.
Ganz oberflächlich liegende Besenreiser kann man mit einem speziellen Laser oder auf natürliche Art mit Blutegeln behandeln bzw. das Tragen von Kompressionsstrümpfen!
Donnerstag, 23. Februar 2012
Kapillare
Kapillaren sind die kleinsten Blutgefäße und Lymphgefäße. Sie sind etwa 0,5 mm lang und haben einen Durchmesser von 5 bis 10 µm. Die Blutkapillaren bilden ein feines Netzwerk (Kapillarnetz) in den Organen und Geweben des Körpers, das von Arteriolen gespeist und über Venolen drainiert wird. In den Kapillaren findet ein ständiger Stoffaustausch statt. Nährstoffe werden dem Gewebe zugeführt und die Abfallstoffe wieder abtransportiert.
Die dünnen Kapillarwände sind semipermeabel und bestehen aus einer Schicht Endothelzellen, die einer Basallamina aufsitzen. Man unterschiedet drei Bautypen von Kapillaren:Kontinuierliche Kapillaren besitzen eine geschlossene Endothelschicht und erlauben daher nur den Durchtritt sehr kleiner Moleküle.
Fenistrierte Kapillaren (gefensterte Kapillaren) haben zwischen den Endothelzellen kleine, 60–80 nm große Poren, durch die kleinere Proteine hindurchtreten können. Gefensterte Kapillaren finden sich in endokrinen Drüsen, Darm, Bauchspeicheldrüse und Niere. In den Nierenkörperchen sind die Poren am größten.
Sinusoide sind erweiterte Kapillaren, die ebenfalls fenestriert sind und auch eine fenestrierte Basallamina aufweisen. Die Poren der Sinusoide sind etwa 30–40 μm groß und erlauben den Durchtritt größerer Proteine und von Blutkörperchen. Sinusoide finden sich in Leber, Milz, Knochenmark, Lymphknoten und Nebennierenmark.
Mittwoch, 15. Februar 2012
Leggins
Leggings bezeichnen Strumpfhosen ohne Bein, das heisst hauteng anliegende Hosen aus elastischem Material, die nicht nur als bequeme Alltagsbekleidung gebräuchlich sind, sondern sich für einige Sportarten als sehr nützlich erweisen (Gymnastik, Aerobic, Laufen, Radfahren, Body Building etc.), da sie die Bewegung kaum beeinträchtigen, den Körperbau für Zuschauer erkennbar lassen (und somit auch bei den geltenden gesellschaftlichen Normen eine Möglichkeit bieten, Leibesübungen in einer der Wortbedeutung von Gymnastik recht nahe kommenden Form auszuführen) und zudem Schweiß sofort aufnehmen und (je nach Material) nach außen Abgeben können. Zur Optimierung für diesen Zweck werden für den Einsatz im Sportbereich Leggings häufig aus speziellen "Funktionsmaterialien" auf Lycra- oder Nylonbasis hergestellt und ohne Unterbekleidung direkt auf der Haut getragen.
Ansonsten können sie Unter-, Ober- oder Zwischenhose getragen werden. Aufgrund der figurbetonenden Optik waren Leggings v.a. in den späten 1980er-Jahren, oft in Verbindung Turnschuhen oder Basketball-Stiefeln, zur Verstärkung der erotischen Wirkung aber oft auch mit hohen Stiefeln, als Damenbekleidung beliebt, gebräuchlich und im Alltag sowohl als Casual- als auch als Business-Wear akzeptiert. Da in Leggings die Geschlechtsteile deutlich erkennbaren bleiben, wurden sie, sofern dieser Effekt nicht gewünscht war, zusammen mit langen Pullovern, T-Shirts oder Jacken getragen. Beliebt waren glänzende Leggings aus Lycra, oft in leuchtend bunten Farben.
Leggings mit kürzeren Beinlängen haben unterschiedliche Bezeichnungen:
Leggings (volle Beinlänge)
Capri-Hose (Bein andet an der Wade)
Radler oder Radlerhose (Bein andet am Oberschenkel)
Hot Pant (Höschen ohne Bein)
Samstag, 11. Februar 2012
Stützstrümpfe aus Bambusfasern
Bambus ist eine vielgestaltige Artengruppe aus der Familie der Gräser. Es handelt sich um ein baumartiges Gewächs mit schlanken, holzigen, nicht selten verzweigten, oft meterlangen Halmen, luftigen, zierlichen Blätterkronen, grasartigen Blättern und bisweilen riesigen Blütenrispen.
Man kennt über 180 Arten in Asien, Amerika und Afrika; sie gehören überall den wärmern Ländern an, doch bildet Bambus (Chusquea) aristata in der östlichen Andenkette noch bei 4700 m Höhe undurchdringliche Dickichte und geht selbst bis zur Schneegrenze, auch im Himalaja steigen einige Arten bis 3800 m, und Bambusa metake aus Japan und mehrere chinesische Arten gedeihen in Frankreich und Belgien.
Der letze Schrei ist die Verwendung von Bambus für Fasern in der Textilindustrie, mit Eigenschaft die sogar die Baumwolle übertreffen ist dies kein Wunder. Als eines der besten Beispiele hierfür sollten Kompressionsstrümpfe aus Bambus gennant werden. Die jungen Schößlinge des Bambusrohrs werden als Gemüse genossen oder in Essig eingemacht und kommen als Achia in den Handel; das haferähnliche Korn hat als Brotfrucht eine große Bedeutung. Aus dem zähen, leichten und sehr harten Holz können ganze Häuser erbaut werden, früher wurder oft zu einem ganzen Dorf kein andres Material als Bambus verwendet; fast die ganze Hauptstadt von Siam schwamm auf Bambusflößen; aus Bambus baute man Brücken und Wasserleitungen, fertigte Möbel und allerlei Hausgerät, auch zierliche Kunstsachen, wie Körbchen, Vorhänge, Dosen etc.; langes, krauses Geschabsel diente zum Polstern; ein Span von keilförmigem Querschnitt, dessen scharfe Kante von der kieselreichen äußern, ungemein harten Schicht gebildet wird, gibt ein sehr scharfes Messer; dieselbe äußere Schicht diente als Wetzstein für eiserne Messer. In einer Bambusröhre, die dabei zwar verkohlt, aber nicht verbrennt, kochten die Javaner an einem Bambusfeuer junge Bambustriebe. In China wurde das meiste Papier aus jungen Bambustrieben erzeugt und auf Jamaika sehr viel Bambusfaser für die nordamerikanische Papierfabrikation gewonnen. Aus schmalen Streifen flicht man Hüte, Körbe, Reusen; zerklopfter Bambussplint liefert Pinsel. Für den Krieg machte man aus Bambus Blasrohre, Pfeilschäfte und Pfeilspitzen, Lanzen, Palissaden. Bambusa spinosa gibt undurchdringliche Hecken, eine kletternde Art wird zu allerlei Flechtwerk, Säcken, selbst Jacken verarbeitet; die Verwendung zu Stöcken (Pfefferrohr), Regenschirmstielen war auch bei uns bekannt. In Java, China, Tahiti liefert der Bambus allerlei Musikinstrumente. In den Knoten alter Halme bildet sich eine Kieselkonkretion, der Bambuskampfer (Bambuszucker, Tabascheer), welcher in der chinesischen Medizin, auch als Poliermittel benutzt und in großer Menge nach Arabien exportiert wird.
Samstag, 4. Februar 2012
Venenklappe
Eine Venenklappe (lat. Valvula) ist eine Faltenbildung der Innenauskleidung (Endothel) der Venen. Venenklappen bestehen aus zwei (selten drei) halbmondförmigen Segeln mit einer bindegewebigen Eigenschicht. Die Segel liegen schwalbennestartig im Lumen, ihr freier Rand ist herzwärts gerichtet. Venenklappen sind besonders in jenen Venen zahlreich, in denen das Blut entgegen der Schwerkraft transportiert werden muss (z.B. in den Beinen).
Beim Zurückfließen des Blutes werden die Segel erfasst und verschließen das Lumen. Venenklappen wirken somit wie ein Rückschlagventil und sorgen dafür, dass das Blut nur in eine Richtung, nämlich herzwärts fließt (rote Pfeile). Da der Blutfluss in den Venen vorwiegend über von außen auf die Vene wirkende Kräfte (z. B. Kontraktionen der Skelettmuskulatur, schwarzer Pfeil) erfolgt, sorgen die Venenklappen ebenfalls dafür, dass in den Ruhephasen das Blut nicht zurückfließt, sondern Schritt für Schritt in Richtung Herz transportiert wird.
Da der zwischen den Klappen befindliche Abschnitt einer Vene wird als Sinus valvulae bezeichnet. Er ist dehnbarer als der Bereich des Klappenansatzes, so dass es bei Erweiterungen der Venen zu perlschnurartigen Aussackungen kommt ("Krampfadern", Varizen).
Beim Zurückfließen des Blutes werden die Segel erfasst und verschließen das Lumen. Venenklappen wirken somit wie ein Rückschlagventil und sorgen dafür, dass das Blut nur in eine Richtung, nämlich herzwärts fließt (rote Pfeile). Da der Blutfluss in den Venen vorwiegend über von außen auf die Vene wirkende Kräfte (z. B. Kontraktionen der Skelettmuskulatur, schwarzer Pfeil) erfolgt, sorgen die Venenklappen ebenfalls dafür, dass in den Ruhephasen das Blut nicht zurückfließt, sondern Schritt für Schritt in Richtung Herz transportiert wird.
Da der zwischen den Klappen befindliche Abschnitt einer Vene wird als Sinus valvulae bezeichnet. Er ist dehnbarer als der Bereich des Klappenansatzes, so dass es bei Erweiterungen der Venen zu perlschnurartigen Aussackungen kommt ("Krampfadern", Varizen).
Montag, 30. Januar 2012
Krampfadern sind knotig-erweiterte (oberflächliche) Venen. Die Krankheit beim Vorliegen von Varizen heißt in der Fachsprache Varikose oder auch Varikosis.
Betroffen sind vorwiegend die oberflächlichen Venen der Beine (deren Hauptstämme die Vena saphena magna und Vena saphena parva sind). Es gibt jedoch auch Krampfadern in anderen Regionen (Brust- und Bauchwand, obere Gliedmaßen, Speiseröhre u. a.)
Ursachen
Ursache kann eine Insuffizienz des venösen Klappenapparates im Bereich von Verbindungsvenen zwischen den tiefen und oberflächlichen Venen (sog. Perforansvenen) sein. Die Venenklappen schließen sich normalerweise vollständig, um in Verbindung mit der Muskelpumpe einen Rückfluss bzw. einen Stau des venösen Bluts in das oberflächliche Venensystem zu verhindern. Bei Patienten mit Krampfadern ist die Klappenfunktion gestört, was einen Blutstau und damit einerseits eine mangelnde Gewebeversorgung, andererseits einen gestörten Abtransport von Stoffwechselprodukten und damit eine Gewebeschädigung verursachen kann.
Risikofaktoren sind neben der erblichen Vorbelastung Thrombosen, Schwangerschaft, häufiges und langes Stehen (z. B. im Beruf), Bewegungsmangel und Übergewicht.
Komplikationen durch Varizen
Durch das Platzen unter der Haut gelegener Krampfadern können - unter Umständen recht starke - Blutungen auftreten. Daneben können Symptome an der Haut auftreten. Durch den erhöhten periphervenösen Druck kann es zur Ödembildung, Ablagerung von Hämosiderin in der Haut (Stauungsdermatose), Entzündungen der oberflächlichen Venen (Thrombophlebitis), Ekzemen bis hin zum Ulcus venosum kommen.
Therapie
Vorbeugend und lindernd wirkt der Einsatz von Kompressions- oder Stützstrümpfen. Lokale Beschwerden wie Schmerzen oder Juckreiz werden mit Medikamenten behandelt. Daneben gibt es in der Volksmedizin die Blutegeltherapie. Zur definitiven Therapie stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Neben der Sklerosierung (Varizenverödung) und Verfahren der Laserbehandlung ist die klassische Behandlung chirurgisch-operativ (Krossektomie, "Stripping" (Stammvenenresektion), Exhairese von Seitenästen). Indikationen für die Chirurgische Behandlung sind u. a. Schwellungsneigung, Komplikationen wie Stauungsdermatosen, Ulcus cruris und Thrombophlebitiden. Hauptvorraussetzung der chirurgischen Behandlung ist die nachgewiesene Durchgängigkeit des tiefen Venensystems z. B. durch klinische Tests (Perthes Test) oder die Phlebographie bzw. die Duplexsonografie.
Betroffen sind vorwiegend die oberflächlichen Venen der Beine (deren Hauptstämme die Vena saphena magna und Vena saphena parva sind). Es gibt jedoch auch Krampfadern in anderen Regionen (Brust- und Bauchwand, obere Gliedmaßen, Speiseröhre u. a.)
Ursachen
Ursache kann eine Insuffizienz des venösen Klappenapparates im Bereich von Verbindungsvenen zwischen den tiefen und oberflächlichen Venen (sog. Perforansvenen) sein. Die Venenklappen schließen sich normalerweise vollständig, um in Verbindung mit der Muskelpumpe einen Rückfluss bzw. einen Stau des venösen Bluts in das oberflächliche Venensystem zu verhindern. Bei Patienten mit Krampfadern ist die Klappenfunktion gestört, was einen Blutstau und damit einerseits eine mangelnde Gewebeversorgung, andererseits einen gestörten Abtransport von Stoffwechselprodukten und damit eine Gewebeschädigung verursachen kann.
Risikofaktoren sind neben der erblichen Vorbelastung Thrombosen, Schwangerschaft, häufiges und langes Stehen (z. B. im Beruf), Bewegungsmangel und Übergewicht.
Komplikationen durch Varizen
Durch das Platzen unter der Haut gelegener Krampfadern können - unter Umständen recht starke - Blutungen auftreten. Daneben können Symptome an der Haut auftreten. Durch den erhöhten periphervenösen Druck kann es zur Ödembildung, Ablagerung von Hämosiderin in der Haut (Stauungsdermatose), Entzündungen der oberflächlichen Venen (Thrombophlebitis), Ekzemen bis hin zum Ulcus venosum kommen.
Therapie
Vorbeugend und lindernd wirkt der Einsatz von Kompressions- oder Stützstrümpfen. Lokale Beschwerden wie Schmerzen oder Juckreiz werden mit Medikamenten behandelt. Daneben gibt es in der Volksmedizin die Blutegeltherapie. Zur definitiven Therapie stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Neben der Sklerosierung (Varizenverödung) und Verfahren der Laserbehandlung ist die klassische Behandlung chirurgisch-operativ (Krossektomie, "Stripping" (Stammvenenresektion), Exhairese von Seitenästen). Indikationen für die Chirurgische Behandlung sind u. a. Schwellungsneigung, Komplikationen wie Stauungsdermatosen, Ulcus cruris und Thrombophlebitiden. Hauptvorraussetzung der chirurgischen Behandlung ist die nachgewiesene Durchgängigkeit des tiefen Venensystems z. B. durch klinische Tests (Perthes Test) oder die Phlebographie bzw. die Duplexsonografie.
Dienstag, 17. Januar 2012
Deutsche Gesellschaft für Phlebologie
Die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie wurde am 24. März 1957 im Hotel Frankfurter Hof in Frankfurt am Main unter dem Namen Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Phlebologie gegründet. Ihre Ursprünge reichen bis zum Verein der Spezialärzte für Beinleiden (1909 – 1934) zurück. Sie ist somit eine der ältesten Phlebologischen Gesellschaften. Von anfänglich knapp 100 Mitgliedern ist sie heute auf weit über 1.000 Mitglieder gewachsen und ist damit auch eine der größten wissenschaftlichen phlebologischen Gesellschaften der Welt.
Die DGP wurde gegründet, um alle an den Problemen der Gefäßkrankheiten, vor allem der Venenkrankheiten interessierten Ärzte zu vereinen, weiterzubilden und dieses Fachgebiet in Wissenschaft und Praxis weiterzuentwickeln. Der Satzungszweck wird insbesondere durch wissenschaftliche Veranstaltungen auf nationaler und internationaler Ebene, Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen, Weiterentwicklung des ärztlichen Fachgebiets in Wissenschaft und Praxis, sowie die Herausgabe einer der Wissenschaft und Weiterbildung dienenden Zeitschrift verwirklicht. Des Weiteren unterstützt die Gesellschaft Forschungsaufgaben und -projekte der Grundlagenforschung auf dem Fachgebiet der Phlebologie.
Die DGP wurde gegründet, um alle an den Problemen der Gefäßkrankheiten, vor allem der Venenkrankheiten interessierten Ärzte zu vereinen, weiterzubilden und dieses Fachgebiet in Wissenschaft und Praxis weiterzuentwickeln. Der Satzungszweck wird insbesondere durch wissenschaftliche Veranstaltungen auf nationaler und internationaler Ebene, Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen, Weiterentwicklung des ärztlichen Fachgebiets in Wissenschaft und Praxis, sowie die Herausgabe einer der Wissenschaft und Weiterbildung dienenden Zeitschrift verwirklicht. Des Weiteren unterstützt die Gesellschaft Forschungsaufgaben und -projekte der Grundlagenforschung auf dem Fachgebiet der Phlebologie.
Dienstag, 10. Januar 2012
Venenwandschwäche
Als dilatative Phlebopathie bezeichnet man die Erweiterung von Venen. Sie kann grundsätzlich überall auftreten, gebraucht wird der Ausdruck in der Phlebologie aber vor allem für die Beschreibung von Veränderungen der Beinvenen. Das am besten wirkende Mittel gegen dilatiative Phlebopathie ist noch immer der Kompressionsstrumpf
Die Dilatative Phlebopathie tritt ohne erkennbaren Grund auf und wird daher als anlagebedingt bezeichnet.
Krankheitswert
Abhängig vom Ausmaß der Dilatation (Erweiterung) kommt es gesetzmäßig zur Klappeninsuffizienz. Die beginnende Erweiterung ist mit einem verspäteten Klappenschluss verbunden. Die mittelgradige Erweiterung führt ebenfalls zu einem verspäteten Klappenschluss, der aber Druckspitzen schon nicht mehr standhalten kann. Die fortgeschrittene Erweiterung macht den Klappenschluss (siehe Vene) nicht mehr möglich. Die Übergänge sind fließend. Beginnend, mittelgradig und fortgeschritten bedeuten keine absoluten Werte für den Durchmesser, sondern sind individuell verschieden.
Die dilatative Phlebopathie hat im Anfangsstadium noch keinen eigenen Krankheitswert, sollte aber dennoch rechtzeitig erkannt werden, um ein Fortschreiten der Dilatation und die damit verbundenen Funktionsstörungen zu verhindern.
Dilatation plus Insuffizienz erfüllen bereits zwei von drei Kriterien der Varikosis, die klassischerweise mit einer Schlängelung der Gefäße einhergeht. So gesehen ist die dilatative Phlebopathie eine Vorstufe der Varikosis.
Besondere Bedeutung hat die dilatative Phlebopathie im tiefen Venensystem des Beines. Hier ist keine Schlängelung und somit auch keine klassische Krampfaderbildung möglich. Die dilatative Phlebopathie ist aber auch hier Vorläufer der Insuffizienz, die im tiefen Venensystem als Leitveneninsuffizienz bezeichnt wird. Sie ist weitaus weniger augenfällig als die Varikosis, aber in der Regel weitaus folgenschwerer für den Betroffenen.
Die Dilatative Phlebopathie tritt ohne erkennbaren Grund auf und wird daher als anlagebedingt bezeichnet.
Krankheitswert
Abhängig vom Ausmaß der Dilatation (Erweiterung) kommt es gesetzmäßig zur Klappeninsuffizienz. Die beginnende Erweiterung ist mit einem verspäteten Klappenschluss verbunden. Die mittelgradige Erweiterung führt ebenfalls zu einem verspäteten Klappenschluss, der aber Druckspitzen schon nicht mehr standhalten kann. Die fortgeschrittene Erweiterung macht den Klappenschluss (siehe Vene) nicht mehr möglich. Die Übergänge sind fließend. Beginnend, mittelgradig und fortgeschritten bedeuten keine absoluten Werte für den Durchmesser, sondern sind individuell verschieden.
Die dilatative Phlebopathie hat im Anfangsstadium noch keinen eigenen Krankheitswert, sollte aber dennoch rechtzeitig erkannt werden, um ein Fortschreiten der Dilatation und die damit verbundenen Funktionsstörungen zu verhindern.
Dilatation plus Insuffizienz erfüllen bereits zwei von drei Kriterien der Varikosis, die klassischerweise mit einer Schlängelung der Gefäße einhergeht. So gesehen ist die dilatative Phlebopathie eine Vorstufe der Varikosis.
Besondere Bedeutung hat die dilatative Phlebopathie im tiefen Venensystem des Beines. Hier ist keine Schlängelung und somit auch keine klassische Krampfaderbildung möglich. Die dilatative Phlebopathie ist aber auch hier Vorläufer der Insuffizienz, die im tiefen Venensystem als Leitveneninsuffizienz bezeichnt wird. Sie ist weitaus weniger augenfällig als die Varikosis, aber in der Regel weitaus folgenschwerer für den Betroffenen.
Montag, 2. Januar 2012
Transfasziale Venen
Venae Perforantes (transfasziale Venen) ist die Bezeichnung für diejenigen Venen, die das oberflächliche mit dem tiefen Venensystem verbinden. Es gibt an jedem Bein etwa 150 solcher Venen.
Anatomie
Im Bereich der Beine wird anatomisch zwischen drei venösen Systemen unterschieden:
1. Der überwiegende Teil des venösen Rückstroms zu Herzen geschieht über die tiefen Beinvenen. Die kleineren Gefässen verlaufen als Venae comitantes mit den Arterien zwischen der Muskulatur. Zu den großen Gefäßen zählen die Vena poplitea, Venae tibiales anteriores, -posteriores sowie die Vena femoralis.
2. Ein geringerer Teil des venösen Rückflusses erfolgt über die oberflächlichen Beinvenen. Diese Venen verlaufen im Gegensatz zu den tiefen Beinvenen unabhängig zu den Arterien des Beines, im subkutanen Fettgewebe ausserhalb der Muskulatur, d.h. sie liegen epifaszial.. Sie bestehen aus einigen großen Gefäßen und sich sich flächig ausbreitenden venösen Netzen. Das Zuflußgebiet der oberflächlichen Beinvenen ist die Haut. Folgende Gefäße bilden das oberflächliche Venensystem:
Vena saphena magna
Venenstern
Venae pudendae externae
Vena circumflexa superficialis
Vena epigastrica superficialis
Vena saphena parva
und inkonsistent die Vena saphena accessoria
3. Das dritte System sind die Perforansvenen ,die die oberflächlichen und die tiefen Beinvenen miteinander verbinden. Da sich wie oben beschrieben das tiefe beziehungsweise das oberflächliche Venensystem im Verlauf zur Muskulatur unterscheiden, müssen die Perforansvenen die Muskelfaszie durchdringen, um eine Verbindung herzustellen. Insgesamt werden drei wichtige Gruppen der Perforansvenen unterschieden:
die Cockett Venen an der Innenseite des Unterschenkels
die Boyd Venen an der Innenseite des Unterschenkels unterhalb des Knies
die Doddsche perforans Venen, oberhalb des Kniegelenkes an der Oberschenkelinnenseite gelegen
Bei gesunden Menschen fließt das Blut in den Perforansvenen immer nur in eine Richtung, von den oberflächlichen Venen in die tiefen Beinvenen.
Anatomie
Im Bereich der Beine wird anatomisch zwischen drei venösen Systemen unterschieden:
1. Der überwiegende Teil des venösen Rückstroms zu Herzen geschieht über die tiefen Beinvenen. Die kleineren Gefässen verlaufen als Venae comitantes mit den Arterien zwischen der Muskulatur. Zu den großen Gefäßen zählen die Vena poplitea, Venae tibiales anteriores, -posteriores sowie die Vena femoralis.
2. Ein geringerer Teil des venösen Rückflusses erfolgt über die oberflächlichen Beinvenen. Diese Venen verlaufen im Gegensatz zu den tiefen Beinvenen unabhängig zu den Arterien des Beines, im subkutanen Fettgewebe ausserhalb der Muskulatur, d.h. sie liegen epifaszial.. Sie bestehen aus einigen großen Gefäßen und sich sich flächig ausbreitenden venösen Netzen. Das Zuflußgebiet der oberflächlichen Beinvenen ist die Haut. Folgende Gefäße bilden das oberflächliche Venensystem:
Vena saphena magna
Venenstern
Venae pudendae externae
Vena circumflexa superficialis
Vena epigastrica superficialis
Vena saphena parva
und inkonsistent die Vena saphena accessoria
3. Das dritte System sind die Perforansvenen ,die die oberflächlichen und die tiefen Beinvenen miteinander verbinden. Da sich wie oben beschrieben das tiefe beziehungsweise das oberflächliche Venensystem im Verlauf zur Muskulatur unterscheiden, müssen die Perforansvenen die Muskelfaszie durchdringen, um eine Verbindung herzustellen. Insgesamt werden drei wichtige Gruppen der Perforansvenen unterschieden:
die Cockett Venen an der Innenseite des Unterschenkels
die Boyd Venen an der Innenseite des Unterschenkels unterhalb des Knies
die Doddsche perforans Venen, oberhalb des Kniegelenkes an der Oberschenkelinnenseite gelegen
Bei gesunden Menschen fließt das Blut in den Perforansvenen immer nur in eine Richtung, von den oberflächlichen Venen in die tiefen Beinvenen.
Dienstag, 27. Dezember 2011
Unter Embolie (v. griech.: ἐμβάλλω (sprich: emballo) = hineinwerfen) versteht man in der Medizin den teilweisen, oder vollständigen Verschluss eines Blutgefäßes durch mit dem Blut eingeschwemmtes Material (Embolus). Eine der effektivsten Möglichkeit um eine Embolie vorzubeugen ist das tragen von Kompressionsstrümpfen.
Einteilung:
nach der Ursache:
Thrombembolie (Einschwemmen eines Blutgerinnsels)
Fettembolie (Einschwemmen von Fetttröpfchen, z. B. nach großen offenenKnochenbrüchen)
Luftembolie (nach Injektion von Luft oder durch Gasblasen bei zu schnellem Auftauchen aus großer Tiefe)
Tumorembolie (Verstopfung der Gefäße durch Tumorgewebe)
Fruchtwasserembolie (Geburtskomplikation)
Gasembolie (Tauchmedizin: Dekompressionskrankheit, Veterinämedizin: Gasblasenkrankheit der Fische
nach Ort der Embolie:
Lungenembolie (=venöse Embolie): Embolus stammt aus den Venen und verstopft Lungengefäße.
Arterielle Embolie: Embolus stammt aus dem Herzen oder großen Arterien und verstopft Arterien (z. B. Schlaganfall, Mesenterialinfarkt, Verschluss einer Beinarterie, Retinaler Arterienverschluss)
Paradoxe Embolie: Embolus stammt aus den Venen und verstopft Arterien. Nur möglich bei Durchtritt des Thrombus durch eine offene Vorhofscheidewand.
Häufigste Embolien sind die Thrombembolie nach einer Thrombose der tiefen Beinvenen (Lungenembolie) und Thrombembolien in den Arterien des Gehirns (Schlaganfall). In Deutschland sterben jährlich 20.000 bis 25.000 Menschen an einer Embolie. Die absolut hohe Zahl ist schon erschreckend, wobei die Grauzone von 5.000 toten Menschen für das Gesundheitsystem in Deutschland nicht akzeptabel ist.
Thrombosen können bei Risikopatienten durch die prophylaktische subcutane Injektion von Heparinen, heute meist niedermolekulares Heparin oder vor allem auch durch physikalische Maßnahmen wie Frühmobilisierung, intermittierender Kompression oder Anti-Thrombose-Strümpfen (ATS)vermieden werden. Heparine werden bei Patienten mit hohem Risiko gegeben, physikalische Prophylaxe ist bei allen Risikogruppen indiziert. Siehe hierzu auch die AWMF S2-Leitlinie zur ambulanten und stationären Thromboembolie-Prohylaxe, welche von 20 operierenden ärztlichen Berufsgruppen ratifiziert wurde.
Einteilung:
nach der Ursache:
Thrombembolie (Einschwemmen eines Blutgerinnsels)
Fettembolie (Einschwemmen von Fetttröpfchen, z. B. nach großen offenenKnochenbrüchen)
Luftembolie (nach Injektion von Luft oder durch Gasblasen bei zu schnellem Auftauchen aus großer Tiefe)
Tumorembolie (Verstopfung der Gefäße durch Tumorgewebe)
Fruchtwasserembolie (Geburtskomplikation)
Gasembolie (Tauchmedizin: Dekompressionskrankheit, Veterinämedizin: Gasblasenkrankheit der Fische
nach Ort der Embolie:
Lungenembolie (=venöse Embolie): Embolus stammt aus den Venen und verstopft Lungengefäße.
Arterielle Embolie: Embolus stammt aus dem Herzen oder großen Arterien und verstopft Arterien (z. B. Schlaganfall, Mesenterialinfarkt, Verschluss einer Beinarterie, Retinaler Arterienverschluss)
Paradoxe Embolie: Embolus stammt aus den Venen und verstopft Arterien. Nur möglich bei Durchtritt des Thrombus durch eine offene Vorhofscheidewand.
Häufigste Embolien sind die Thrombembolie nach einer Thrombose der tiefen Beinvenen (Lungenembolie) und Thrombembolien in den Arterien des Gehirns (Schlaganfall). In Deutschland sterben jährlich 20.000 bis 25.000 Menschen an einer Embolie. Die absolut hohe Zahl ist schon erschreckend, wobei die Grauzone von 5.000 toten Menschen für das Gesundheitsystem in Deutschland nicht akzeptabel ist.
Thrombosen können bei Risikopatienten durch die prophylaktische subcutane Injektion von Heparinen, heute meist niedermolekulares Heparin oder vor allem auch durch physikalische Maßnahmen wie Frühmobilisierung, intermittierender Kompression oder Anti-Thrombose-Strümpfen (ATS)vermieden werden. Heparine werden bei Patienten mit hohem Risiko gegeben, physikalische Prophylaxe ist bei allen Risikogruppen indiziert. Siehe hierzu auch die AWMF S2-Leitlinie zur ambulanten und stationären Thromboembolie-Prohylaxe, welche von 20 operierenden ärztlichen Berufsgruppen ratifiziert wurde.
Freitag, 23. Dezember 2011
Besenreisser
Besenreiser sind kleine modifizierte, direkt unter der Hautoberfläche liegende, sichtbare netz- oder fächerförmige Venen. Sie treten hauptsächlich in den Beinen und Waden auf. Besenreiser entstehen, wenn die in den tiefer gelegenen Venen liegenden Venenklappen den Rückfluss des Blutes verhindern. Dann kann es zu einem Blutstau auch in den kleiner Äderchen kommen, die direkt unter der Haut liegen. Durch den permanent erhöhten Blutdruck in diesen feiner Äderchen verlieren diese im Laufe der Zeit ihre Elastität. Die Venen weiten sich und werden als rote oder bläuchliche geschlängelte Linien sichtbar. Besenreiser an sich sind keine Krankheit im medizinischen Sinne, aber für viele Menschen ein kosmetisches Problem.
Da Besenreiser ein erster Hinweis für eine Erkrankung des tieferliegenden Venensystems sein können, sollte vor einer Behandlung immer das tieferliegende Venensystem untersucht werden, um eine Erkrankung dieses Venensystems auszuschließen. Die Untersuchung erfolgt mittels Ultraschall und ist für den Patienten vollkommen schmerzlos. Stellt der Arzt eine krankhafte Veränderung des tieferliegenden Venensystems fest, ist dieses entsprechend zu behandeln. Ansonsten ist eine Behandlung ausschließlich der Besenreiser ausreichend.
Man kann Besenreiser und ihre Zuflussgefäße durch Verödung (Sklerosierung) oder mit einem Laser entfernen. Bei der Verödung wird ein 100 % reiner medizinischer Alkohol direkt in die Besenreiser eingespritzt. Der Alkohol verdrängt das Blut und die Besenreiser verschwinden sofort. Der eingespritze Alkohol reizt die Gefäßwände der Besenreiser und regt an, das der behandelte Venenabschnitt innerhalb von 4 bis 6 Wochen verwächst.
Moderne Methoden verwenden anstatt eines flüssigen Alkohols zur Verödung einen sehr feinen Schaum aus Alkohol (Mikroschaumverödung). Dieser Mikroschaum (Wirkstoff: Polidocanol 0,5–2 %) wird mit einer speziellen Kanüle (Schmetterlingskanüle) in den Besenreiser injiziert. Der aufgeschäumte Alkohol hat gegenüber dem flüssigen Alkohol den Vorteil, daß in den zu behandelnden Venen das Blut besser verdrängt wird und ein besserer und längerer Kontakt des Alkohols mit der Venen-Innenwand erreicht wird. Der Mikroschaum wird vom Körper vollkommen abgebaut und als Flüssigkeit ausgeschieden. Im Körper bleibt nichts zurück. Die Behandlung dauert nur etwa 30 Minuten und ist für den Patienten vollkommen schmerzlos. Eine Narkose ist also nicht erforderlich; die Einstichstelle kann auf Wunsch des Patienten örtlich betäubt werden. Da die Behandlung ganz ohne chirurgische Schnitte auskommt, entstehen auch keine Narben und das kosmetische Ergebnis ist hervorragend. Mit dieser Methode können nicht nur kleine Besenreiser behandelt werden, sondern auch Venenknäuel und (kleinere) Krampfadern.
Ganz oberflächlich liegende Besenreiser kann man mit einem speziellen Laser oder auf natürliche Art mit Blutegeln behandeln. Das regelmäßige Tragen von Kompressionsstrümpfen ist empfohlen.
Da Besenreiser ein erster Hinweis für eine Erkrankung des tieferliegenden Venensystems sein können, sollte vor einer Behandlung immer das tieferliegende Venensystem untersucht werden, um eine Erkrankung dieses Venensystems auszuschließen. Die Untersuchung erfolgt mittels Ultraschall und ist für den Patienten vollkommen schmerzlos. Stellt der Arzt eine krankhafte Veränderung des tieferliegenden Venensystems fest, ist dieses entsprechend zu behandeln. Ansonsten ist eine Behandlung ausschließlich der Besenreiser ausreichend.
Man kann Besenreiser und ihre Zuflussgefäße durch Verödung (Sklerosierung) oder mit einem Laser entfernen. Bei der Verödung wird ein 100 % reiner medizinischer Alkohol direkt in die Besenreiser eingespritzt. Der Alkohol verdrängt das Blut und die Besenreiser verschwinden sofort. Der eingespritze Alkohol reizt die Gefäßwände der Besenreiser und regt an, das der behandelte Venenabschnitt innerhalb von 4 bis 6 Wochen verwächst.
Moderne Methoden verwenden anstatt eines flüssigen Alkohols zur Verödung einen sehr feinen Schaum aus Alkohol (Mikroschaumverödung). Dieser Mikroschaum (Wirkstoff: Polidocanol 0,5–2 %) wird mit einer speziellen Kanüle (Schmetterlingskanüle) in den Besenreiser injiziert. Der aufgeschäumte Alkohol hat gegenüber dem flüssigen Alkohol den Vorteil, daß in den zu behandelnden Venen das Blut besser verdrängt wird und ein besserer und längerer Kontakt des Alkohols mit der Venen-Innenwand erreicht wird. Der Mikroschaum wird vom Körper vollkommen abgebaut und als Flüssigkeit ausgeschieden. Im Körper bleibt nichts zurück. Die Behandlung dauert nur etwa 30 Minuten und ist für den Patienten vollkommen schmerzlos. Eine Narkose ist also nicht erforderlich; die Einstichstelle kann auf Wunsch des Patienten örtlich betäubt werden. Da die Behandlung ganz ohne chirurgische Schnitte auskommt, entstehen auch keine Narben und das kosmetische Ergebnis ist hervorragend. Mit dieser Methode können nicht nur kleine Besenreiser behandelt werden, sondern auch Venenknäuel und (kleinere) Krampfadern.
Ganz oberflächlich liegende Besenreiser kann man mit einem speziellen Laser oder auf natürliche Art mit Blutegeln behandeln. Das regelmäßige Tragen von Kompressionsstrümpfen ist empfohlen.
Montag, 19. Dezember 2011
Was ist ein Thrombus?
Ein Thrombus (Mehrzahl Thromben) ist ein Blutgerinnsel oder Blutpfropfen. Thromben können Verstopfungen der Blutgefäße verursachen und dadurch einen Infarkt auslösen. Thromben bilden sich bei Gefäßverletzungen und dienen dem Gefäßverschluß, um einen größeren Blutverlust zu vermeiden.
Thromben werden vom Körper manchmal wieder völlig aufgelöst ( Thrombolyse, Plasmin ) oder sie werden organisiert und zu Narben umgebaut.
Thromben könne sukzessive wachsen. Thromben können im Gefäß verschleppt werden = Embolie oder Thrombembolie.
Arten von Thromben
Weißer Thrombus = fibrinreicher Thrombus
Roter Thrombus = blutreicher Thrombus
Plättchenthrombus = Thrombus der vorwiegend aus Blutplättchen besteht
Fibrinthrombus = Thrombus der nur aus Fibrin besteht.
Arterieller Thrombus = meist wandständiger Thrombus vorwiegend durch Thrombozyten und Fibrin gebildet.
Venenthrombus = durch Stase oft im Bereich der Klappen gebildeter roter Thrombus
Hemmstoffe der Thrombusbildung
ASS = Acetylsalizylsäure
Heparin
Coumarine
Thrombinantagonisten
Clopidrogel
Thromben werden vom Körper manchmal wieder völlig aufgelöst ( Thrombolyse, Plasmin ) oder sie werden organisiert und zu Narben umgebaut.
Thromben könne sukzessive wachsen. Thromben können im Gefäß verschleppt werden = Embolie oder Thrombembolie.
Arten von Thromben
Weißer Thrombus = fibrinreicher Thrombus
Roter Thrombus = blutreicher Thrombus
Plättchenthrombus = Thrombus der vorwiegend aus Blutplättchen besteht
Fibrinthrombus = Thrombus der nur aus Fibrin besteht.
Arterieller Thrombus = meist wandständiger Thrombus vorwiegend durch Thrombozyten und Fibrin gebildet.
Venenthrombus = durch Stase oft im Bereich der Klappen gebildeter roter Thrombus
Hemmstoffe der Thrombusbildung
ASS = Acetylsalizylsäure
Heparin
Coumarine
Thrombinantagonisten
Clopidrogel
Samstag, 17. Dezember 2011
Kompressionstherapie
Unter Kompressionstherapie werden entlastende Therapien des gestörten Venensystems verstanden. Dies sind die manuellen Drainage, z.B. das Tragen eines Kompressionsstrumpfes oder eines Kompressionsverbandes sowie die intermittierenden Kompression (Hydroven-Therapie) zur Komplexen Physikalischen Entstauung (KPE).
Eine manuelle Drainage wird, obwohl sehr effizient, heute leider nur noch sehr selten von Ärzten verordnet, weil sie ein Heilmittel ist und das Budget des Arztes belastet.
Ebenfalls wirksam sind Kompressionsverbände, wobei es aber sehr auf die Erfahrung desjenigen ankommt, der den Verband anlegt. Eine besondere Gefahr ist der zu stramm angewickelte Kompressionsverband, der eine arterielle Durchblutung abbinden kann. Ein zu locker gewickelter Verband ist nicht schädlich, kann aber keine therapeutische Wirkung erzeugen.
Bei der Intermittierenden Kompression (Hydroven-Therapie) werden durch einen Kompressor Bein- oder auch Arm-Manschetten mit Luft befüllt und erzeugen einen Druck auf die Extremität. Dieser Druck wird nach einem definierten Zeitraum wieder abgelassen. Durch diese intermittierende Therapie werden auch hohe Druckwerte vom Patienten sehr gut toleriert. Leicht können Druckwerte von 60 bis 80 mmHG erreicht werden, wodurch eine rasche Entstauung erzielt wird. Der Einsatzbereich der Intermittierenden Kompression (Hydroven-Therapie) liegt in der Therapie von immobilen oder mehrheitlich immobilen Patienten sowie Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen oder Polyneuropathie. Ein großer Vorteil dieser Therapieform ist die hohe Compliance und der genau einstellbare und ablesbare Behandlungsdruck.
Man behandelt mit der KPE Krampfadern (Varizen), Beinvenenthrombosen und deren Folge, das Postthrombotisches Syndrom sowie auch das Lymphödem und "offene Beine" (Ulcus cruris). Leider werden etwa die Hälfte der verordneten Kompressionsstrümpfe nicht oder nicht regelmäßig getragen. Dadurch entsteht allein ein sozialmedizinischer Schaden von etwa 100 Mio. Euro jährlich abgesehen von den fatalen klinischen Folgen die von einer CVI (Chronisch venöse Insuffizienz) über ein Ulcus Cruris Venosum bis hin zur Thrombose oder Embolie führen können.
Montag, 12. Dezember 2011
Varizenblutung
Als Varizenblutung bezeichnet man eine Blutung aus einer Krampfader.
Ursachen
Varizenblutungen kommen vor allem bei jahrelangem, unzureichend behandeltem Krampfaderleiden vor, im Rahmen dessen die Haut über einer Krampfader so dünn geworden ist, dass sie bei einer Bagatellverletzung auf geht. Das Austrittsloch für die Blutung ist klassischerweise klein und das Blut spritzt mit viel Druck aus der Wunde. Die natürlichen Mechanismen des Körpers, um eine Blutung zu stillen, funktionieren in der Regel nicht und die Blutung hält so lange an, bis sie von außen gestoppt wird. Geschieht dies nicht, kann der Betroffene verbluten.
Maßnahmen
Das Loch ist praktisch immer so klein, dass man es mit den Finger zudrücken kann. Der Druck mit dem Finger ist ausreichend hoch, sobald kein Blut mehr aus der Wunde fließt. Um den Druck in der Vene zu senken, sollte der Betroffene sich hinlegen oder hinsetzen und das Bein hochlegen. Wichtig ist, dass die Maßnahme rasch erfolgt. Verschmutzungen der Wunde durch das Abdrücken sind kaum zu befürchten und zweitrangig. Die Wunde muss so lange zugedrückt werden, bis die Blutung steht. Das dauert bereits bei ansonsten gesunden Menschen mindestens 5 Minuten nach der Uhr und ohne Unterbrechung. Da die Wunde sehr leicht wieder aufgehen kann, ist auch nach gestillter Blutung ein Arzt zu Rate zu ziehen.
Ein effektiver Schutz gegen Varizenblutung und erprobte Vorbeugungsmaßnahme sind Kompressionsstrümpfe.(die man auch online kaufen kann)
Ursachen
Varizenblutungen kommen vor allem bei jahrelangem, unzureichend behandeltem Krampfaderleiden vor, im Rahmen dessen die Haut über einer Krampfader so dünn geworden ist, dass sie bei einer Bagatellverletzung auf geht. Das Austrittsloch für die Blutung ist klassischerweise klein und das Blut spritzt mit viel Druck aus der Wunde. Die natürlichen Mechanismen des Körpers, um eine Blutung zu stillen, funktionieren in der Regel nicht und die Blutung hält so lange an, bis sie von außen gestoppt wird. Geschieht dies nicht, kann der Betroffene verbluten.
Maßnahmen
Das Loch ist praktisch immer so klein, dass man es mit den Finger zudrücken kann. Der Druck mit dem Finger ist ausreichend hoch, sobald kein Blut mehr aus der Wunde fließt. Um den Druck in der Vene zu senken, sollte der Betroffene sich hinlegen oder hinsetzen und das Bein hochlegen. Wichtig ist, dass die Maßnahme rasch erfolgt. Verschmutzungen der Wunde durch das Abdrücken sind kaum zu befürchten und zweitrangig. Die Wunde muss so lange zugedrückt werden, bis die Blutung steht. Das dauert bereits bei ansonsten gesunden Menschen mindestens 5 Minuten nach der Uhr und ohne Unterbrechung. Da die Wunde sehr leicht wieder aufgehen kann, ist auch nach gestillter Blutung ein Arzt zu Rate zu ziehen.
Ein effektiver Schutz gegen Varizenblutung und erprobte Vorbeugungsmaßnahme sind Kompressionsstrümpfe.(die man auch online kaufen kann)
Freitag, 9. Dezember 2011
Kneipp-Medizin
Die Kneippmedizin setzt schwerpunktmäßig die traditionellen, ganzheitlich ausgerichteten Naturheilverfahren ein. Wesentlich ist hierbei, dass diejenigen natürlichen Reize ärztlich genutzt werden, an die uns die Natur über die gesamte Evolutionszeit hinweg gewöhnt hat, wie z.B. Temperaturen, Bewegung, Pflanzenwirkstoffe, Wasser und Ernährung. Diese können sowohl vorbeugend (präventiv) als auch zur Behandlung bestehender Erkrankungen (kurativ) eingesetzt werden.
Nach einer auf das gesamte Individuum ausgerichteten – also ganzheitlichen - Untersuchung und Befragung werden diese Therapieelemente individuell zusammengestellt um diejenigen Reize auszuwählen und einzusetzen, die zur Selbstregulation bzw. -heilung benötigt werden. So gesehen beruht die Kneippmedizin auf dem Wirkprinzip der Reizreaktion, d.h. man nutzt therapeutisch diejenigen natürlichen Reaktionen des Körpers, die mit den oben erwähnten Methoden abrufbar sind und den gewünschten heilenden Effekt bewirken. Als Kur gegen einige wenige Symptome wie zum Beispiel Krampfadern gibt es starke Hinweise auf eine Besserung der Beschwerden.
Der als Kneipparzt ausgebildete Mediziner bewegt sich immer im Bereich der rational nachvollziehbaren Therapien, was unwirksame Behandlungsformen und die nicht vernunftmäßig unterlegten Therapien ausschließt. Selbstverständlich kann die Kneipptherapie sinnvoll mit anderen, oftmals unverzichtbaren schulmedizinischen Verfahren kombiniert werden. Richtig eingesetzt lässt sich die bestehende medikamentöse Therapie optimieren, der Gesundheitszustand verbessern und oft sogar eine nebenwirkungsbelandende Medikation reduzieren. Somit steht die Kneippmedizin nicht im Gegensatz zur Schulmedizin sondern ist Alternative bzw. hilfreiche Ergänzung.
Ein bedeutender Vorzug besteht darin, dass die klassischen Naturheilverfahren sich fast immer zur Selbsttherapie eignen, das bedeutet, der Patient kann seine Gesundheit selber beeinflussen, er entwickelt seine Gesundheitskompetenz und macht sich hierdurch teilweise von Therapeuten und Medikamenten unabhängig. Aus diesen Gründen sind die Kneippverfahren wie kaum andere Methoden zur Prävention, also zur Vermeidung einer Erkrankung oder deren Verschlimmerung hervorragend geeignet.
Viele Studien haben wissenschaftlich das belegt, was die „Kneippianer“ schon seit über 150 Jahren wissen, nämlich dass die Methoden wirksam sind, den erzielten therapeutischen Erfolg lange Zeit erhalten, in der Regel ohne unerwünschte Nebenwirkungen sind und dass es sich um äußerst kostengünstige Verfahren handelt.
Nach einer auf das gesamte Individuum ausgerichteten – also ganzheitlichen - Untersuchung und Befragung werden diese Therapieelemente individuell zusammengestellt um diejenigen Reize auszuwählen und einzusetzen, die zur Selbstregulation bzw. -heilung benötigt werden. So gesehen beruht die Kneippmedizin auf dem Wirkprinzip der Reizreaktion, d.h. man nutzt therapeutisch diejenigen natürlichen Reaktionen des Körpers, die mit den oben erwähnten Methoden abrufbar sind und den gewünschten heilenden Effekt bewirken. Als Kur gegen einige wenige Symptome wie zum Beispiel Krampfadern gibt es starke Hinweise auf eine Besserung der Beschwerden.
Der als Kneipparzt ausgebildete Mediziner bewegt sich immer im Bereich der rational nachvollziehbaren Therapien, was unwirksame Behandlungsformen und die nicht vernunftmäßig unterlegten Therapien ausschließt. Selbstverständlich kann die Kneipptherapie sinnvoll mit anderen, oftmals unverzichtbaren schulmedizinischen Verfahren kombiniert werden. Richtig eingesetzt lässt sich die bestehende medikamentöse Therapie optimieren, der Gesundheitszustand verbessern und oft sogar eine nebenwirkungsbelandende Medikation reduzieren. Somit steht die Kneippmedizin nicht im Gegensatz zur Schulmedizin sondern ist Alternative bzw. hilfreiche Ergänzung.
Ein bedeutender Vorzug besteht darin, dass die klassischen Naturheilverfahren sich fast immer zur Selbsttherapie eignen, das bedeutet, der Patient kann seine Gesundheit selber beeinflussen, er entwickelt seine Gesundheitskompetenz und macht sich hierdurch teilweise von Therapeuten und Medikamenten unabhängig. Aus diesen Gründen sind die Kneippverfahren wie kaum andere Methoden zur Prävention, also zur Vermeidung einer Erkrankung oder deren Verschlimmerung hervorragend geeignet.
Viele Studien haben wissenschaftlich das belegt, was die „Kneippianer“ schon seit über 150 Jahren wissen, nämlich dass die Methoden wirksam sind, den erzielten therapeutischen Erfolg lange Zeit erhalten, in der Regel ohne unerwünschte Nebenwirkungen sind und dass es sich um äußerst kostengünstige Verfahren handelt.
Dienstag, 6. Dezember 2011
Was ist Denier
So wie Kilowatt nie ganz PS und Joule nie ganz Kalorien ablösen konnte, schwirrt noch immer Denier anstatt Titer herum.
Die Garnfeinheit, Garnstärke oder der Titer eines Garnes, einer Faser oder eines Filamentes wird in Masse pro Längeneinheit gemessen. Über die Festigkeit des Garnes sagt die Garnfeinheit nichts aus.
Eine hohe Garnfeinheit bedeutet ein kleineres, ein hoher Titer ein grösseres Verhältnis Masse/Länge.
Die Garnfeinheit wird international in Tex (tex) gemessen, diese Einheit hat die alten Einheiten Denier (den), metrische Nummer (Nm) und englische Nummer (Ne) abgelöst.
Definitionen:
1 tex: 1 Gramm pro km
1 den: Das Gewicht eines 9.000 m langen Fadens des betreffenden Garns in Gramm
1 Nm: 1 km pro kg Garn
1 Ne: 840 Yards pro engl. Pfund
Häufig werden den Einheiten Vorsilben wie dezi- oder kilo- angehängt.
Umrechnung:
1 tex = 0.111 den
1 tex = 1000/Nm
1 tex = 590.5/Ne
Die Garnfeinheit, Garnstärke oder der Titer eines Garnes, einer Faser oder eines Filamentes wird in Masse pro Längeneinheit gemessen. Über die Festigkeit des Garnes sagt die Garnfeinheit nichts aus.
Eine hohe Garnfeinheit bedeutet ein kleineres, ein hoher Titer ein grösseres Verhältnis Masse/Länge.
Die Garnfeinheit wird international in Tex (tex) gemessen, diese Einheit hat die alten Einheiten Denier (den), metrische Nummer (Nm) und englische Nummer (Ne) abgelöst.
Definitionen:
1 tex: 1 Gramm pro km
1 den: Das Gewicht eines 9.000 m langen Fadens des betreffenden Garns in Gramm
1 Nm: 1 km pro kg Garn
1 Ne: 840 Yards pro engl. Pfund
Häufig werden den Einheiten Vorsilben wie dezi- oder kilo- angehängt.
Umrechnung:
1 tex = 0.111 den
1 tex = 1000/Nm
1 tex = 590.5/Ne
Sonntag, 4. Dezember 2011
Thrombose
Die Thrombose ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Gefäß bildet. Obwohl Thrombosen in allen Gefäßen auftreten können, ist meist eine Venenthrombose (Phlebothrombose) gemeint, wenn das Wort umgangssprachlich verwendet wird.
Je nach Lage, Art und Größe der Thrombose können die Symptome sehr unterschiedlich sein, ein wesentlicher Teil wird vom Betroffenen gar nicht bemerkt. Diagnostisch besonders kritisch ist, dass selbst schwere, zur Embolie (s.u.) führende Thrombosen im Vorhinein fast symptomfrei verlaufen und dadurch unentdeckt bleiben können.
Typisch sind zumindest bei ausgeprägten Venenthrombosen:
Schwellung und Wärmegefühl im betroffenen Körperteil
gerötete und gespannte Haut, eventuell Blaufärbung
Spannungsgefühl und Schmerzen in Fuß, Wade und Kniekehle (Linderung bei Hochlagerung)
Venenthrombosen betreffen zum weit überwiegenden Teil die Beine und das Becken, die Arme und der Schultergürtel sind selten betroffen. Von tiefen Venenthrombosen (TVT) spricht man, sobald die tiefliegenden und direkt zum Herz führenden großen Venen betroffen sind (Gegensatz: Oberflächliche Thrombosen, häufig bei Krampfadern). Oberflächliche Thrombosen können jedoch ins tiefe Venensystem "hineinwachsen" oder gespült werden und zu einer tiefen Thrombose werden. Bei jedem Verdacht ist unbedingt ein Arztbesuch anzuraten.
Die wichtigste Vorbeugung ist Bewegung, da die Muskeltätigkeit (etwa der Beine) den venösen Rückfluss unterstützt (Muskelpumpe). Falls keine Bewegung möglich ist, sollten bei Vorliegen von Risikofaktoren Kompressionsstrümpfe angewandt werden. Sie unterstützen die Venen durch erhöhten Gewebedruck von außen, wodurch der Blutrückfluss erleichtert wird.
Je nach Lage, Art und Größe der Thrombose können die Symptome sehr unterschiedlich sein, ein wesentlicher Teil wird vom Betroffenen gar nicht bemerkt. Diagnostisch besonders kritisch ist, dass selbst schwere, zur Embolie (s.u.) führende Thrombosen im Vorhinein fast symptomfrei verlaufen und dadurch unentdeckt bleiben können.
Typisch sind zumindest bei ausgeprägten Venenthrombosen:
Schwellung und Wärmegefühl im betroffenen Körperteil
gerötete und gespannte Haut, eventuell Blaufärbung
Spannungsgefühl und Schmerzen in Fuß, Wade und Kniekehle (Linderung bei Hochlagerung)
Venenthrombosen betreffen zum weit überwiegenden Teil die Beine und das Becken, die Arme und der Schultergürtel sind selten betroffen. Von tiefen Venenthrombosen (TVT) spricht man, sobald die tiefliegenden und direkt zum Herz führenden großen Venen betroffen sind (Gegensatz: Oberflächliche Thrombosen, häufig bei Krampfadern). Oberflächliche Thrombosen können jedoch ins tiefe Venensystem "hineinwachsen" oder gespült werden und zu einer tiefen Thrombose werden. Bei jedem Verdacht ist unbedingt ein Arztbesuch anzuraten.
Die wichtigste Vorbeugung ist Bewegung, da die Muskeltätigkeit (etwa der Beine) den venösen Rückfluss unterstützt (Muskelpumpe). Falls keine Bewegung möglich ist, sollten bei Vorliegen von Risikofaktoren Kompressionsstrümpfe angewandt werden. Sie unterstützen die Venen durch erhöhten Gewebedruck von außen, wodurch der Blutrückfluss erleichtert wird.
Dienstag, 29. November 2011
Der Strumpf, geschichtliches und mehr....
Das Wort "Socke" stammt von lateinischen "soccus" und bezeichnet einen Schlüpfschuh, der zur Hausbekleidung und von Schauspielern der Komödie getragen wurde. Noch heute werden z.B. in der Gegend des südlichen Thüringer Waldes Hausschuhe als "Socken" bezeichnet. Auch bedeutet die Phrase "sich auf die Socken machen", los zu gehen, sprich: Sich die Schuhe anzuziehen und aufzubrechen.
Dadurch bedingt, dass Socken Unterwäsche für die Füße und üblicher Weise von den Schuhen bedeckt sind, sind sie die Kleidungsstücke, die am stärksten Gefahr laufen, durch Fuß-Schweiß schlecht zu riechen zu beginnen. Volksetymologisch werden Schimpfwörter wie "faule Socke" oder "rote Socke" davon abgeleitet.
Zur Behandlung von Gefäßerkrankungen und zur Vorbeugung werden elastische und straff sitzende Kompressionsstrümpfe (volkstümlich auch: Stützstrümpfe, Gummistrümpfe) verwendet.
Dadurch bedingt, dass Socken Unterwäsche für die Füße und üblicher Weise von den Schuhen bedeckt sind, sind sie die Kleidungsstücke, die am stärksten Gefahr laufen, durch Fuß-Schweiß schlecht zu riechen zu beginnen. Volksetymologisch werden Schimpfwörter wie "faule Socke" oder "rote Socke" davon abgeleitet.
Zur Behandlung von Gefäßerkrankungen und zur Vorbeugung werden elastische und straff sitzende Kompressionsstrümpfe (volkstümlich auch: Stützstrümpfe, Gummistrümpfe) verwendet.
Abonnieren
Posts (Atom)













